ANNA VAN DEN HÖVEL - VOGELBLICK   
24.09.2021 - 27.11.2021

Ausstellungen

 Anna van den Hövel


24.09.2021 - 27.11.2021 


Aufgewachsen in Menorca, der Alpenlandschaft Österreichs und München, entstand früh der Drang, die Welt zu erkunden und zu erleben. Auf ihren Reisen sammelte die neugierige Entdeckerin geistige Momentaufnahmen, die noch heute mit tiefen Emotionen verwurzelt sind. Ihre Eindrücke sind aber keine naturgetreuen Landschaftsmalereien. Anna van den Hövel möchte dem Betrachter mehr mitgeben. Sie verbindet den Schaffensprozess mit ihrer eigenen individuellen Wahrnehmung der Welt.


Ausdrucksstarke und unkonventionelle Techniken kommen zum Einsatz. Durch Schichtung und Vermengung kreiert sie eine Collage und kombiniert Acryl, Pigmente, Lack und Materialien wie Sand, Erde oder Mörtel, um die Bilder in ihrem Kopf Wirklichkeit werden zu lassen.


Durch die Reihe „Birdview“ erhalten wir einen überraschend neuen Blick auf unseren Planeten. Die Vogelperspektive lässt Motive kleiner und unbedeutender wirken. Erst die Kombination aus Farben, Formen und Materialien bietet uns einen Spielraum, um Gebäude, Objekte und Landschaften wahrzunehmen.








Vergangene Ausstellungen




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24.07.2021

Dieter List - Powerful Perspectives - Unerwartete Landschaften & Architektur

Dieter List - Powerful Perspectives - Unerwartete Landschaften & Architektur


23.04.2021 - 24.07.2021


Mit Gipsbinden, wie man sie aus dem medizinischen Bereich kennt, wenn zum Beispiel Brüche geschient werden, Kunstwerke erschaffen – das ist die Spezialität von Dieter List. Der 1950 in Hamburg geborene und nun in Homburg lebende Künstler erzeugt mit diesem unkonventionellen Material einzigartige abstrakte Landschaften und Architektur. Bevor er sich vollumfänglich der Kunst widmete, schlug List als Sohn einer Hamburger Kaufmannfamilie zunächst einmal eben eine solche Laufbahn ein. Immer wieder spricht Dieter List gerne über seinen Onkel Herbert List, ein bekannter Fotograf, der auch Kunst sammelte und diese Leidenschaft auch an Dieter List selbst vermittelte. Bezeichnend für die Arbeiten von List sind das Spiel von Farben, Licht und Schatten, es geht um räumliche Erfahrungen; zum Ausdruck gebracht durch eine individuelle Form der Dreidimensionalität. Dieter List sieht sich selbst als eine Art „Architekt“, als Landschaftsarchitekt und als Architekt für Räume, innen wie außen. Hierbei unterscheidet er zwei Gruppen.





DreiSicht-Objekte:

Mit diesen Objekten erschafft der Künstler Landschaften. „Die Betonung nur auf den Farbwechsel ist meist nicht meine Intuition. Ich denke z.B. dabei an Wanderungen, wo man den gleichen Weg hin und zurück geht und dabei verblüfft ist, wie unterschiedlich der Weg wirkt durch andere Perspektive oder anderes Sonnenlicht.“ Je nach räumlichem Standpunkt des Betrachters ändert sich die Farbgebung bzw. steht eine Farbe im Vordergrund. Die Gipsbinden erzeugen eine Art Relief mit starken Konturen. Schaut man zum Beispiel von der Seite auf ein Werk, so sieht man eine andere Farbpalette, wie wenn man frontal auf die Arbeit blickt. Mit Lackspray und Pinsel wird eine abstrakte Landschaft mit räumlicher Tiefenwirkung erzeugt - sei es eine Insel im Watt, eine Hügellandschaft oder Dünen im Sommer. Die Assoziationen sind so vielfältig wie die Werke selbst. Die Oberflächen sind gewölbt, vereinzelt auch unregelmäßig erscheinend und dennoch ist nichts dem Zufall überlassen.



„Für mich sind DreiSicht-Arbeiten Landschaften, im Großen wie allerdings auch im Kleinen. Die Blow-Ups offenbaren für mich Landschaften im Mini-Format, die auch total spannend sind.“



Pure-Arbeiten:

Hierbei handelt es sich um monochrome Arbeiten, die eine formale Strenge akzentuieren. Es wird schnell klar: hier geht es nicht mehr um Landschaft, sondern um Architektur. Die Gipsbinden werden gestrichen und eine gleichmäßige Oberfläche entsteht. Die Arbeiten weisen einen skulpturalen Charakter auf, vier bis fünf Lagen von Gipsbinden werden übereinander positioniert. Bei dieser Werkgruppe steht die Entdeckung der (Zwischen-) Räumlichkeiten im Vordergrund. Durch die strenge geometrische Anordnung der Gipsbinden werden immer wieder neue Raumtiefen erfahrbar gemacht. Faszinierend ist auch wie sich das Material verändert – einst weiches Verbandsmaterial erhält eine erstaunlich feste Struktur. In jeder Arbeit von Dieter List ist darüber hinaus eine Holzwäscheklammer (sichtbar oder versteckt) eingearbeitet, die mittlerweile sein Markenzeichen geworden ist. Was hat es mit der Klammer auf sich? Es sind fixe Punkte in der Vielfalt von Farben und Formen. Beeinflusst wird Dieter List von der Objektkunst Jean Tinguelys. Dieser Maler und Bildhauer aus der Schweiz ist bekannt für seine maschinenähnlichen und beweglichen Skulpturen. Die Auseinandersetzung damit weckten in List den Wunsch selbst Kunst zu schaffen. Das Zusammenspiel von Licht und Schatten.


Man taucht als Betrachter je nach Beleuchtungssituation sowie Standpunkt und Perspektive in immer wieder neue visuelle Kontexte ein. Helle und dunkle Elemente scheinen sich miteinander abzuwechseln, jedes Werk von Dieter List, egal in welchem Format, ist einzigartig in der Anordnung der Gipsbinden, der Farbgebung und auch künstlerischen Intention, die dahinter steht. Es handelt sich um Gesamtkunstwerke, die mit Collage-Charakter plastisch, konturiert und dynamisch sind.

Starten Sie Ihre eigene Entdeckungsreise bei der Betrachtung der einzigartigen Werke von Dieter List!



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